I have a Dream - Camino Tipps

I have a Dream
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Leseproben

Angedacht habe ich folgende Themen, die nach und nach unter diesem Menüpunkt veröffentlicht werden:


Alle notwendigen Papiere hatte ich fotokopiert und in Folie eingeschweißt mitgenommen. Für den Fall, dass ich bestohlen worden wäre bzw. meine Originalpapiere verloren hätte. Etwa 8 Wochen vor der Abreise habe ich meinen Pilgerpass beantragt. Die Flüge (Hin und Zurück), sowie Hotels für Bilbao und Leon habe ich ein Dreiviertel Jahr vorher gebucht. Zum Fotografieren hatte ich eine leichte und kompakte Digitalkamera, sowie 3 x 1GB Speicherkarten dabei. Natürlich auch das entsprechende Netzteil dazu. Auf mein Handy wollte ich nicht verzichten, was auch wieder die Mitnahme des Ladegerätes vonnöten machte. Für dieses Handy hatte ich allerdings eine spanische SIM-Karte von meinem Sohn dabei. Dadurch konnte ich innerhalb von Spanien sehr preiswert telefonieren und ebenfalls nach Deutschland, da der Tarif sehr günstig war. Eine kleine Notfallapotheke mit verschiedenen Tabletten gegen Durchfall, Erkältung, Entzündungen usw., und sterile Hohlnadeln zum Aufstechen von Blasen hatte ich dabei. Ebenso Blasenpflaster, Magnesium- und Vitamintabletten. Für die Wäsche meiner Kleidung und Unterwäsche hatte ich eine Kordel (ca. 5m), Wäscheklammern und Flüssigwaschmittel in der Tube dabei.


Mit all diesen Fragen habe ich mich sehr lange auseinander gesetzt. Habe vieles gesucht, gefunden und wieder verworfen oder dann doch wieder in meine Packliste aufgenommen. Zwischendurch habe ich immer wieder meinen Rucksack gepackt, um herauszufinden, was muss ganz nach unten, was in die Seitentaschen? Wohin mit dem Schlafsack? Wohin packe ich das Regenzeug, damit ich auch schnell rankomme? Nicht zuletzt aber immer wieder die Überprüfung des Gewichts von meinem gepackten Rucksack! Ich wollte, der Empfehlung nach, nicht mehr als 10% meines Körpergewichts erreichen. Kurzum, es klappte nicht.

Schließlich bin ich deutlich darüber gelandet! Für was ich mich im Detail entschieden habe könnt Ihr meiner Packliste entnehmen. Sie ist nur als eine von vielen Empfehlungen zu verstehen, denn was Ihr mitnehmt, müsst Ihr letztendlich selber entscheiden.

Viel Spaß beim Packen!


Meine Packliste

Wie man sieht, gibt es schon einiges im Vorfeld zu bedenken. Bei meiner Planung der gesamten Route von Bilbao nach Leon und weiter nach Santiago de Compostela habe ich darauf geachtet, dass die Tagesstrecken zwischen ca. 20 und max. 25 Kilometer lagen. Der nachstehenden Tabelle könnt Ihr die Details meiner Planung entnehmen. Sie enthält das Tagesziel aber auch die Orte auf dem Weg dorthin. Soweit wie möglich habe ich die Kilometer von Ort zu Ort ausgewiesen. Außerdem enthält die Tabelle die Unterkünfte auf den einzelnen Etappen und eine Hinweisnummer, unter der in einer weiteren Tabelle die Besonderheiten oder Sehenswertes nachzulesen sind. Für mich war das wichtig, da ich von vornherein wusste, was ich mir anschauen wollte und was es Interessantes zu sehen gab. In der Spalte Note habe ich meine persönliche Bewertung für die einzelnen Unterkünfte eingetragen. Hierzu werde ich später, im Kapitel „Meine Erfahrungen mit Herbergen und Hostals“ noch etwas detaillierter Stellung nehmen. Die Spalte Kosten enthält, wie es der Name schon sagt, die Kosten für Verkehrsmittel und Unterkünfte während meiner Pilgerreise. Die Strecke von Leon nach Santiago de Compostela betrug 319,8 Kilometer. Plus der Etappe am 20.09.2006 von Compostela nach Negreira (23 Kilometer) betrug die Gesamtstrecke meines Pilgerweges auf dem Camino 342,8 Kilometer.

Meine Routenplanung

Wir warteten also, der Bus kam mit kleiner Verspätung, die Leute stiegen aus und wir wollten einsteigen. Der Busfahrer montierte seine transportable Kasse ab und bedeutete uns mit Händen und Füßen doch noch nicht einzusteigen. Er stieg aus und machte uns begreiflich, dass er erst in die Cafe-Bar, direkt neben der Bushaltestelle gehen wollte, um einen Cafe zu trinken. Wir wunderten uns schon sehr, aber was blieb uns anders übrig, als hinterher zu trotten. Den Busfahrer nicht aus den Augen lassend, tranken wir auch noch einen Cafe con Leche! Dann war es endlich so weit. Mit ca. 20-minütiger Verspätung fuhr unser Bus endlich los.

Wir dachten, er fährt durch bis Fisterra. Das stellte sich aber bald als ein Irrtum heraus. In Muxia mussten wir den Bus verlassen, er endete hier. Der Busfahrer war so freundlich mir die Abfahrtszeit und den Abfahrtort unseres Anschlussbusses auf einen Zettel zu schreiben.

Wie schon ab Negreira, so kam auch hier der Bus wieder mit entsprechender Verspätung. Dieser Bus brachte uns nun „in einem Rutsch“ an unser heutiges Ziel – Cap Fisterra. Die Buskosten beliefen sich für die recht lange Fahrstrecke auf 12,50 Euro.

Am Tag vor unserer Rückreise nach Deutschland verließen wir Cap Fisterra bei sintflutartigem Regen, pünktlich um 11:00 Uhr, in Richtung Santiago de Compostela. Das Busticket kostete 9,30 Euro. Der Fahrer fuhr trotz starken Regens wie Fernando Alonso, sodass wir heilfroh waren, als er einen Stopp machte. Aber es war kein Stopp, sondern wir mussten aussteigen und auf den Anschlussbus warten. Der brachte uns schließlich nach Santiago, zum Busbahnhof.

Dort haben wir dann nach einer Busverbindung zum Stadtzentrum gesucht – und nichts gefunden! Kurz entschlossen haben wir uns dann für ein Taxi entschieden, dass uns für 6,00 Euro - fast vor dem Eingang zur Pension - absetzte.

Mein Fazit: Die Nutzung der Verkehrsmittel in Spanien ist deutlich preiswerter als bei uns in Deutschland. Busse, Bahnen und Taxis kann man getrost benutzen.

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